Offenbarung

Schreib einen TextThemenForumNeue Beiträgezum Archiv

31008 Offenbarung - Kuddel 12. Juni 2010 13:13:26

Hallo Forum

Mir kräuselt es gerade etwas die Zehennägel, wenn ich im Weltenwendeforum etwas über die Offenbarung lese.
Vielleicht war es auch ein kleines Scherzle von ITOma.
Offenbarung bedeutet, dass etwas bisher Unerkennbares erkennbar wird.
Offenbarung in der Bibel bedeutet jedoch nicht, dass etwas Zukünfiges dargestellt wird.
Offenbarung in der Bibel bedeutet, dass bisher nicht Erkennbares aus der anderen Welt dargestellt wird und auch
wie die andere Welt und diese Welt zusammenhängen und obendrein wird versucht darzulegen, wie der Schöpfer sich im Geschöpf darstellt. Ihr projeziert ja auch euer Innerstes ständig nach außen.
Die Offenbarung ist Teil der heiligen Schrift.
Warum ist die Schrift heilig?
Weil sie auf das Ganze, auf das Heile verweist.
Der Weltmensch nimmt Bruchstücke von All-dem-was-ist war und ist selbst Bruchstück.
Die heilige Schrift erzählt vom großen Ganzen, will dem Menschen helfen aus der Verlorenheit des Bruchstückdaseins
in das Heile,Ganze zu gelangen.
Sie tut dies mit Bilder, die in allen Welten existieren, jedoch in jeder Welt eine andere Bedeutung, ein anders Wesen haben.
Beispiel:
Was in der Welt, aus der die Bibel stammt, Wasser(Mem=40)ist, dass erscheint hier als Raum-Zeit.
Manchmal wir die Zahl 40 verwendet, manchmal Wasser.
In anderem Kontext wird dafür der Begriff Meer (Jam) verwendet.Der Tag (Jom) steht Wasser (Jam) im Hebräischen sehr nahe und ist daher auch im hier Erscheinenden sehr nahe.
Maria war auf Mirijam getauft (wie Jesus auf Jehoschua). Mirijam kommt von Mara und Jam (Bitter und Tag). In der Bibel sind Nomen=Omen.Mara bedeutet bitter. Um "bitter" in der Bibel zu verstehen, muss man wissen, dass die achte Frucht in der Reihe der Früchteordnung die Mandel (Mandeln sind bitter) ist. Um den Wert des Achten zu verstehen, muß man wissen, dass das Achte für das menschliche Bewußtsein die kommende Welt ist. Die für das Bewußtsein des Weltmenschen kommende Welt ist für das Bewußtsein des spirituellen Menschen jedoch hier und jetzt.
Somit ist im Kontext des Bibelhebräischen in der Bitterkeit dieser Welt-Mirijam- breits die Erlösung, das Vorhandensein der kommenden Welt, des achten Tages, enthalten.
Beispiel fertig.
Nun, charismatisch orientierte Christen lesen die Bibel und bewahren sie im Herzen. Manche(wenige) erlangen unglaubliche Fähigkeiten indem sie neben anderen Glaubensübungen diese Lesetechnik anwenden.
Andere studieren Bibel und die Überlieferung mitsamt Tora und der hebräischen Sprache und gelangen so an tiefere Einsichten.
Aber für eines von beiden müßt Ihr euch schon entscheiden
Und es ist "Arbeit".
Einfach so ich denke mir mal so ist mir zumindest für die biblische Offenbarung entschieden zu wenig.


31034 Kleine Korrektur: Der Tag (Jom) steht dem Meer (Jam) (n/t) - Kuddel 14. Juni 2010 18:43:40



31033 Re: Offenbarung (n/t) - Kuddel 14. Juni 2010 18:41:25



31011 heilig? - BBouvier 12. Juni 2010 19:44:21


Hallo,Kuddel!

Als Anhang des Neuen Testamentes ist dieser Text
doch nur rein zufällig hinzugefügt worden.
Und zwar auch nur deswegen, weil Diejenigen, die darüber zu befinden hatten,
irrig der Meinung waren, "Johannes"? - das kann ja wohl nur
der Lieblingsjünger Jesu sein, - oder??

Wieso nun deswegen der Text (oder das Buch, in dem er abgedruckt ist)
insgesamt "heilig" sein soll, erschliesst sich mir nicht recht.

"heilig" ist mir (!) jedenfalls nicht ein Buch (!), in dem sich vor allem
die dort abgedruckte angebliche Geschichte eines Volkes befindet,
das seinen Stammesgott Jehowa verehrt.

Wie Du siehst, ist das alles doch ziemliche Ansichtssache.
Und daher kaum diskussionsfähig.

Gruss,
BB


31016 Re: heilig? - Rumpelstielzchen 13. Juni 2010 14:05:20

Hallo,
in diesem Forum oder seinem Vorläufer auf Parsi hatte ich ausführlich dargelegt, dass die Offenbarung auf vorchristliche(!) Quellen zurück greift. Ferner existiert eine "häretische" Offenbarung.

In diesem Sinne ist es also KEIN unverbindlicher Bibeltext, sondern eine durchaus ernst zu nehmende Schauung.

LG.


31018 Re: heilig? - Kuddel 13. Juni 2010 15:52:23

Hallo Rumpelstielzchen

Was meinst Du mit Schauung?
Meinst Du, das die geschauten Bilder hier so eintreffen werden?
Das vielleicht ein Tier aus dem Meer aufsteigt mit zehn Hörnern und sieben Köpfen, auf den Hörnern zehn
Diademe. Das das Tier wie ein Panther aussieht, mit Füßen, die denen eines Bären gleichen?
Nicht wirklich oder?

Gruß
Kuddel


31021 Re: heilig? - Rumpelstielzchen 13. Juni 2010 18:12:13

Hallo.

Nein, natürlich nicht!

Aber zB. die 7 steht für die Unendlichkeit. Es werden also seeeeehr viele Köpfe sein, um mal bei Deinem Beispiel zu bleiben.

LG.


31024 Re: heilig? - Kuddel 13. Juni 2010 21:33:20

Hallo Rumpelstielzchen

Mag sein, das die 7 in einem anderen Zusammenhang für die Unendlichkeit steht.
In der Biblischen Offenbarung kommt sie am Anfang für den 7. Schöpfungstag vor.
Im übertragenen Sinne ist der 7. Schöpfungstag die Welt unserer Wahrnehmung.
Die 49 in der Bibel, also die 7x7 , bezeichnet die Grenze dieser weltlichen Wahrnehmung.
Beispielsweise hat die Grenzstadt Moab diesen gematrischen Wert. Die Zahl 50 steht dann für die Welt der
übersinnlichen Wahrnehmung, also so etwas wie das Jenseits.
Beim Lesen der Apokalypse ist es eine gute Idee, zum Beispiel bei dem ersten Engel, der in die Posaune bläst
nachzuschauen was am ersten Schöpfungstag geschieht und so weiter beim zweiten Engel.
Interessant zu wissen ist, dass die Posaune (also das Horn, hebr. "Schofar") gematrisch 350 ist.
Die 350 sind wie die zwei Zeiten und eine Zeit und eine halbe Zeit, also 3,5 , vom Buche Daniel, gleichzusetzen mit
den, in der Geschichte der 2 Zeugen erwähnten 1260 Tagen( 360 Tage x 3,5) und den 42 Monaten (12 Monate x 3,5).
3,5 oder 42, oder 350 oder 1260 stehen in der Bibel für Zeit- Zeit wie wir sie wahrnehmen.
Nun ist 3,5 die Hälfte unserer eingangs erwähnten 7.
Man könnte nun glatt auf die Idee kommen, dass die Wahrnehmung der Zeit(3,5) in dieser Welt (7) nur die Hälfte unseres Seins ausmacht und die andere Hälfte die Wahrnehmung des Überzeitlichen, Übersinnlichen währe.

Oder?

So, wie ich das hier versucht habe darzulegen, ist es mit allen Begriffen der Bibel, die meist auch etwas Anders darstellen, als wir meinen.
Der Engel beschreibt einen Boten, der Nachrichten von einem Reich (Welt) in das andere Reich übermittelt.
Da ich die Offenbarung des Johannes selber nicht verstehe, aber viel drüber schreiben könnte, verweise ich auf die Bücher Weinrebs (z.B. Schöpfung im Wort).
Ich könnte mir sogar vorstellen, dass es eine Hand voll Menschen auf der Welt gibt, die verstehen, was dort in der Offenbarung des (Johannes) geschrieben steht.

Gruß
Kuddel



31027 schlichte Unwissenheit des Dichters der Offenbarung - BBouvier 13. Juni 2010 21:56:02


"Die 350 sind wie die zwei Zeiten und
eine Zeit und eine halbe Zeit, also
3,5 , vom Buche Daniel, gleichzusetzen mit
den, in der Geschichte der 2 Zeugen erwähnten 1260
Tagen( 360 Tage x 3,5) und
den 42 Monaten (12 Monate x 3,5).3,5 oder 42, oder 350 oder 1260
stehen in der Bibel für
Zeit- Zeit wie wir sie wahrnehmen."

Hallo!

Zur letzten Zeile:
Ich fürchte, nein.
Und insgesamt sowieso nicht.

In der Offenbarung steht:
=>
"...denn er ist den Nationen gegeben worden,
und sie werden die heilige Stadt zertreten 42 Monate.
Und ich werde meinen zwei Zeugen Kraft geben,
und sie werden 1260 Tage weissagen, mit Sacktuch bekleidet."

Und das stammt voll aus "Daniel":
=>
"Und von der Zeit an, wenn das tägliche Opfer abgetan und ein Greuel;
der Verwüstung aufgerichtet wird, sind tausend zweihundertundneunzig Tage.
Und es werden seine Heere daselbst stehen;
die werden das Heiligtum in der Feste entweihen
und das tägliche Opfer abtun und einen Greuel der Verwüstung aufrichten."

Und die Daniel-Fälschung wiederum beschreibt die damalige Gegenwart. (!)
Als nämlich der griechische Diadochekönig Antiochus Antipas 3,5 Jahre lang
den Tempel entweiht und dort (angeblich) ein Schwein aufgestellt hatte.

Und diese Begebenheit der damaligen Gegenwart (!) hat man dann
einen fiktiven "Daniel", der angeblich ein halbes Jahrtausend
vorher gelebt haben sollte, als "Prophezeiung" untergeschoben.

Was dem Dichter der Offenbarung augenscheinlich nicht bekannt war,
denn Der vermutet das (s.o.) noch in seiner Zukunft:
Wie auch itzt jeder fromme und ungebildete US-Mensch.

Gruss,
BB


31029 Re: schlichte Unwissenheit des Dichters der Offenbarung - Kuddel 13. Juni 2010 22:21:02

>"...denn er ist den Nationen gegeben worden,
>und sie werden die heilige Stadt zertreten 42 Monate.
>Und ich werde meinen zwei Zeugen Kraft geben,
>und sie werden 1260 Tage weissagen, mit Sacktuch bekleidet."


Hallo BB

Ich bin gewohnt die Stelle anders zu interpretieren:

Die Nationen sind biblisch (jedenfalls so, wie ich es gelernt habe) wie unsere Körper.
Aus dem Körperbewußtsein heraus wollen wir nicht sterben und vom Tod nichts wissen.
Der Körper wehrt sich gegen das Bewußtsein verschwinden zu müssen und zertritt das Bewußtsein des Geistes, so wie Kain (Körper) den Abel (Seele) tötet und anschließemd unstet und flüchtig umher irrt.
Diese Geschehen spielt sich hier im Zeitlichen (42) ab.
In sich logisch oder?

Die 2 Zeugen sind wie Häupling und Medizinmann im Buschvolk- ein Boss für hier und einer für drüben.
sie sagen Weisheiten in die Welt,bzw. die Zeitlichkeit(1260) hinein.

In sich auch logisch, oder?

Und darauf kommt es mir an:
Die Biblischen Texte aus dem überweltlichen her zu verstehen, als in sich stimmiges Bild.



31031 schlichte Unwissenheit - BBouvier 13. Juni 2010 23:13:14

<"Diese Geschehen spielt sich hier im Zeitlichen (42) ab.
In sich logisch oder?">

Nein, Kuddel...ist es leider überhaupt nicht.

Weil es sich dabei ("42 Monate") eben schlicht nur um
die Epoche der Herrschaft des Antiochus Epiphanes handelt,
die der Dichter der Offenbarung aus der Daniel-Fälschung
geklaut hat.
Weil Der es selbst nicht besser wusste.
Und da ist völlig wurst, was man Dir dazu mal erzählt hat.
Offenbar wusse es Dein Erzähler nur auch nicht besser.

Und Der ist in allerbester Gesellschaft dümmlich-bigotter
US-Menschen.
Die noch immer auf den in Daniel geschilderten "Alexander Der Grosse" warten.
Und auf den Tempelbau.
Und auf dessen Entweihung damals.
Und so weiter...

Aber Niemend ist ja gezwungen, zeitlebens unwissend zu bleiben:
Manchmal reicht es schon, selber mal nachzudenken. : - )

Grüsse!
BB


31032 Re: schlichte Unwissenheit - detlef 14. Juni 2010 02:51:17

und wenn alle ihre pavlovschen reflexe abreagiert haben, gehen wir wieder zu sinnvolleren themen ueber, ja?

die scheiss-offenbarung geht mir gehoerig auf den keks.

wenn das geschreibsel im popol vuh, oder im kamasutra stehen wuerde, wuerde sich doch auch keiner von euch drum kuemmern.


grumpf,detlef


31017 eine Schauung - BBouvier 13. Juni 2010 15:22:01

> sondern eine durchaus ernst zu nehmende Schauung.

Danke, Rumpelstielzchen!

Meine Rede! : - )

Anmerkung am Rande:
Eingearbeitet/übernommen wurden u.a. auch Fragmente der Daniel-Fälschung.
Jene wiederum => aus der Zeit der Diadochenreiche und erst: nach "Alexander Der Grosse".
Und so ist das Ganze insgesamt dann leider ein ganz klein wenig
"unübersichtlich" geworden. *gg*

Gruss,
BB


31022 Re: eine Schauung - Rumpelstielzchen 13. Juni 2010 18:14:44

Hallo.

=> aus der Zeit der Diadochenreiche und erst: nach "Alexander Der Grosse".

Siehste, DAS wusste ich noch nicht.
Danke!
LG.


31023 Daniel? : - ) - BBouvier 13. Juni 2010 20:52:39

>Hallo.
>=> aus der Zeit der Diadochenreiche und erst: nach "Alexander Der Grosse".
>Siehste, DAS wusste ich noch nicht.
>Danke!
>LG.

Hallo, Rumpelstiezchen!

Du hast es offenkundig so gewollt, *gg*! : - )
=>
Zu „Daniel“ ist folgendes zu sagen:
=>
Von diesem "Daniel", der angeblich fast ein halbes
Jahrtausend vor dem griechischen Diadochenkönig
(Jener über Palästina und Umgebung),
als Antiochos IV. Epiphanes
dort von 215 bis 164 v. Chr. herrschte und
(angeblich) die Juden mächtig quälte,
hatte vorher noch je Einer etwas je gehört!

Im Tempel liess Antiochus angeblich ein Schwein (!)
aufstellen:
=>
"Ein Greuel der Verwüstung"

Und kurz vor desen Ende (gegen 163 "vor")
haben sich Welche diesen "Daniel" mal fix
aus den Fingern gesogen.
Zum Trost.
Und ihm dann allerlei "Prohezeiungen" angedichtet,
die sich bis 163 "vor" sehr schön auch
(logisch, nicht wahr?) als "völlig richtig" erwiesen haben.
Bis hin zu präzisen Angaben, wie:
"...und ...das tägliche Opfer abgetan...sind 1290 Tage...
...Greuel der Verwüstung aufgerichtet...etc..."
Und das wars auch schon!

Aber die damaligen Bildzeitungsleser waren nun echt baff:
"Ein geradezu grandioser Seher, dieser Daniel!!!
Hat er doch vor einem halben Jahrtausend ganz genau
das prophezeiht, was letzte Woche in der Zeitung stand!
Einschliesslich der korrekten Tagesangaben!!!"

Im übrigen ist dieser "Daniel" älter als 120 geworden,
er wurde noch als Hundertjähriger Ministerpräsident
unter Darius, und Darius hat dann befohlen,
alle Untertanen sollten im ganzen Perserreich
nur noch den Judengott Jahwe verehren...etc...etc...

Und diese ganze "Prophezeiung" endet mit
(Kapitelüberschrift 10./11. Kapitel):
"Offenbarung der Weltreiche
bis auf Antiochus Epiphanes." (!!!)

Und das wars auch schon.

Kannste doch echt in der Pfeife rauchen!
Auch hier hilft Selberdenken.


Das Babylonische Reich war Grossmacht unter Nebukadnezar II.
(605-562v.Chr.)
Und es endete unter dem Perserkönig Kyros 539v.Chr.
Das später dem Daniel zugeschriebene Buch ist jedoch erst
165v.Chr. geschrieben worden!
Halten wir fest:
Die Perser vernichten das Babylonische Reich.
Der griechische König Alexander unterwirft ab 334v.Chr.
wiederum das Perserreich, das in mehrere Diadochenreiche
zerfällt:
Ptolemaierreich
Seleukidenreich (der Grieche Antiochus Epihanes regiert Israel, -
die Juden jammern aus vollem Halse)
Partherreich
Makedonien
Das lässt sich im Jahre 163v.Chr. nun recht unschwer
„prophezeien“:
Ist einfach rückdatiert auf Daniel!

Und des weiteren:
Zur Steigerung der Dramatik dieser "Story"
muss nun der arme Daniel auch noch in Ohnmacht fallen:
--Versteht nur Keiner, wieso eigentlich??
(Ein Phänomen, das mir bei aber- und aberhunderten
von Schauungsberichten noch nicht untergekommen ist.)
Und dann erfindet der Erzähler auch noch ein Gespenst,
das den Daniel anfasst und aufrichtet.
Auch so etwas ist unerhört:
Ein materielles Gespenst!
Geht aber noch weiter:
Anschliessend ist Daniel auch noch ein paar Tage krank!:
Nur, wegen dieser Schau.
(Entschuldigung, da fällt mir was von Busch ein:
"3 Tage war das Fröschlein krank, - nun hüpft er wieder, Gott sei Dank!"
Und mehr ist da auch nicht dran.)
Lässt sich aber noch steigern:
"Du sollst das Gesicht geheim halten"
Dass mal Alexander das Perserreich unterwirft,,
wird zur Top-Secret-Sache gemacht.
Im Jahre 163v.Chr, als diese Geschichte erfunden wurde,
hat natürlich jeder Jude verstanden, wovon die Rede da ist.
War ja erst 130 Jahre her!

Etwa so, als wenn heute Einer was von Kaiser Wilhelm liest.
Im übrigen hält sich der Daniel in dieser erfundenen Geschichte
nicht an das Gebot
- logisch, dann wäre ja der ganze Witz der Erfindung weg,
und Niemand hätte was zu staunen -,
aber auch, um sie recht "wichtig" zu machen,
und so wird das "Geheimnis, von dem niemand was wissen darf"
in die Thora übernommen und am Sabbat öffentlich vor Publikum verlesen:
SO! "Geheim"!
Die Erfinder haben aber immer noch ein flaues Gefühl
bei ihrer Schandtat. Vielleicht fliegt ihr Machwerk doch auf??
Und als "Gütesiegel", und um mit Patina auf: "echt alt, das!"
zu schönen, setzen sie noch fix ans Ende:
"ist noch eine lange Zeit bis dahin"
Richtig:
Von der Vernichtung des Babylonischen Reiches
bis zum Verfassung dieser gefälschten Schau
vergingen 430 Jahre. = "eine lange Zeit".

Der historisch unbedarfte Leser dieser Klamotte heute
staunt jedoch nicht mehr, der Effekt ist dahin.
Weil niemand mehr die Diadochenreiche kennt.
Der damalige Hörer war jedoch baß ergriffen:
"Toller Typ, dieser Daniel!"
Und das war ja auch der Sinn und Zweck.
Hab schon mal ne US-Auslegung gelesen:
Das war der Ziegenbock die USA!!
Liegt am mangelhaften Schulunterricht dort:
Bei Denen fängt die Welt-Geschichte ja mit der Mayflower erst an.
Dass der Bock Grieche (Alexander) ist, das hat dort der Autor der besseren
Passung wegen wiederum SEINEN Lesern unterschlagen.
(Fälscher unter sich...)

Was den „Tempel“ betrifft, so ist auch
hier Geschichtswissen hilfreich:
Der (erste, und DER ist gemeint!)
Tempel wurde 586 v. Chr.
durch Nebukadnezar II. zerstört.
Und der Neubau wurde 169 v. Chr. entweiht und dann
von Judas Makkabäus wiederhergestellt.

Und genau
DAS
wurde als "Prophezeiung"
einem frei erfundenen "Daniel"
(der ein halbes Jahrtausend vorher angeblich
gelebt haben soll)
dann zeitgleich zuerfunden:
=>
"Ein Wunder!"

Im ganzen "Daniel" ist nichts zu lesen, was
nicht zwischen Nebukadnezar II. und der
Gegenwart zur Zeit der Niederschrift
dieser Prophetiefälschung (um 163 v.Chr)
bereits Geschichte gewesen wäre.

Wikipedia lässt sich dazu folgendermassen aus:
=>
"In der historisch-kritischen Bibelforschung
werden diese Angaben meist nicht als historisch,
sondern als legendarisch beurteilt.
Sie sollten Daniels später berichtete (!) Visionen
als vorausgegangene Prophezeiungen darstellen
(vaticinia ex eventu).
Im Buch beschriebene Details beziehen sich
auf Vorgänge aus der Makkabäerzeit,
als die Fremdherrschaft der Seleukiden
das jüdische Volk bedrohte.
Deshalb wird angenommen,
dass das Buch in dieser Zeit entstand
und bald nach den siegreichen ersten Aufständen
gegen Antiochos IV. fertig gestellt und
- eventuell mehrfach - überarbeitet wurde.
Für diese Spätdatierung spricht auch,
dass das Buch im Judentum lange umstritten blieb
und nicht zu den „Propheten" (Neviim),
sondern zu den späteren und theologisch weniger bedeutenden „Schriften"
(Ketubim) gezählt wurde."

Um den Sachverhalt zu verdeutlichen, verlege ich diese ganze Geschichte
von 163 v .Chr. mal in die Gegenwart:

Das käme jetzt Jemand mit einer Geschichte und behauptete,
während der Regierung Königs Ludwig XIV. sei in Frankreich
ein Farbiger namens Adullah Djihad Ministerpräsident gewesen.
Vorher war er Sklave am Hofe und stamme aus Mauritius.
Und in das Amt des frz. Ministerpräsidenten berufen als gut Hundterjähriger.
Und nach einer gescheiterten Intrige gegen ihn habe der französische König
die Franzosen dazu aufgerufen, Allah zu verehren.

Und dieser Abdullah habe im Jahre 1695 u.a. folgendes vorhergesagt:
=>
die französische Revolution von 1789
das Scheitern Napoleons vor Moskau 1813
die Einigung Italiens unter Garibaldi ab 1849
den russischer Verkauf Alaskas an die USA 1867
die Eröffnung des Suez-Kanals 1869
die eutsche Reichsgründung von 1871 unter Kaiser Wilhelm
die Neugründung Polens durch Deutschland 1917
denVerlust Indochinas durch die Franzosen 1954
die Ermordung Kennedys 1963
das Challenger-Unglück 1986
das Dosenpfand Trittins 2002
Frau Merkel deutsche Kanzlerin der Grossen Koalition 2005
den 2. Platz Frankreich bei der Fussball-Weltmeisterschaft 2006
die Debatten wegen umstrittener Papstäusserungen zu Williamson 2008
den Rechtsruck bei den Wahlen in Israel im Frühjahr 2009
der US-Präsident stockt Besatzungstruppen in Afghanistan auf
das kalte Schmuddelwetter in Bayern bis Ende März

Und darüber hinaus rein gar nichts!!

Wem, - meint ihr – könnte man diese „Prophezeiungen“
wohl als „echt“ verkaufen?

Gruss,
BB




31035 Kleiner Einwurf dazu - Kuddel 14. Juni 2010 19:02:28

Hallo BB

Deine Ausführung zu Daniel ist imposant und bestimmt in sich stimmig.
Jedoch erkenne ich in den genannten Zeitspannen wichtige Zahlen, die sich wie am roten Faden durch die Bibel ziehen.

130 ist wie Einheit
42 ist wie die Anzahl der Stationen während der Wüstenwanderung Israels.
3,5 ist wie 2 Zeiten und eine Zeit und eine halbe Zeit. Das entspricht dem Tetragramm JHWH (10-5-6-5) wobei die sechs wie "und" gelesen werden kann.
120 ist wie die Dauer eines Menschenlebens generell.
430 ist wie die Aufenthaltsdauer Israels in Ägypten (alternative Zählweise zu 400 Jahren)

Dies lässt darauf schließen, dass die Eckdaten um die Zeitspannen herum willkürlich gewählt sind.
Ich habe mich allerdings mit Daniel noch nicht so viel beschäftig.


Gruß
Kuddel


31036 38 ist wie die Anzahl der Bananen oder so - BBouvier 14. Juni 2010 20:10:24

<"130 ist wie Einheit">

Ach ja?
Und ich dachte immer, 673,57 sei eine Einheit.
Oder 3835,8888888 Priode.

<"42 ist wie die Anzahl der Stationen während der Wüstenwanderung Israels.">

Wie kömmste denn auf diesen schrägen Keks???


<"3,5 ist wie 2 Zeiten und eine Zeit und eine halbe Zeit.">

Das ist fein beobachtet!
=>
2+1+0,5 = 3,5 !!!

Ich bin schwer beeindruckt!

<"Das entspricht dem Tetragramm JHWH (10-5-6-5)">

Mir sind da noch viel erstaunlichere Fälle bekannt:
BB = 2+2 = 4 !!!

<"wobei die sechs wie "und" gelesen werden kann.">

Stimmt auch wieder.
Lesen wir das erste "B" bei "BB" als 5 und das zweite als 7, dann:
BB = 5+7 = 12
Ein Wunder!!!

<"120 ist wie die Dauer eines Menschenlebens generell.">

nöööö...ich meine, die Dauer eines Menschenlebens betrüge
generell in etwa doch rund 137 Jahre.
Vielleicht aber auch 169?
Oder (damals) => 48.

<"430 ist wie die Aufenthaltsdauer Israels in Ägypten">

Da diese ganze Geschichte frei erfunden ist,
darfst Du das getrost knicken.
Und Dir da jede Dir genehme Zahl einsetzen.
Wie wäre es denn mit 853 Jahren?

<"(alternative Zählweise zu 400 Jahren)">

Ja.
Oder so.
Oder 255,8
Oder 37
Oder 1003
Oder 1888
Oder sonst etwas.

*stööööhn*
BB


31028 Re: Daniel? : - ) - Kuddel 13. Juni 2010 22:03:53

Hallo BB

Inhaltlich kann ich dem Folgen und es als richtig annehmen.
Nun würde mich Deine Meinung zur Offenbarung (des Johannes) interessieren.
Deine Schlußfrage im obigen Beitrag habe ich nicht verstanden.

Gruß
Kuddel


31030 wirr - BBouvier 13. Juni 2010 22:38:44

>Hallo BB
>Inhaltlich kann ich dem folgen und es als richtig annehmen.
>Nun würde mich Deine Meinung zur Offenbarung (des Johannes) interessieren.

>Deine Schlußfrage im obigen Beitrag habe ich nicht verstanden.
>Gruß
>Kuddel


Hallo, Kuddel!

Grüsse zuvor!

A)
Wem man die Daniel-Fälschung als echt verkaufen kann?
hmmm...nicht ganz unerhebliche Beschränktheit und Unwissenheit
sollten sich da wohl als recht förderlich erweisen...

B)
Mit der Offenbarung beschäftige ich mich seit Jahrzehnten.
Immer wieder mal.
Keine Ahnung...
Dort scheint sich zu vermischen:
- in symbolische Bilder eingekleidetes, physikalisches
Weltenwende-Geschehen eines (des "Johannes"?) Sehers
- altbabylonisch-religiöse Vorstellungen eines Retters der Endzeit
- obiges überfremdet und durchsetzt mit (angeblichen) Worten Jesu,
das Ende sei nah und er sei der Messias
- regigiöse Allegorien und Gleichnisse - diese kaum zu unterscheiden
von Strichaufzählung Nr. 1 (!)

Und das Ganze wird diffus und durcheinander
mit immer neuen Rückgriffen nach folgendem Prinzip (!) wiedergegeben:
I.
A
B
II.
A
B
C
III.
A
B
I. B 1. 2.
II.C 1. 2. 3.
II.C 1. a) b)
II A 1. a) b) c)
I. B 2. c) d)
und so weiter...

Kurz:
Immer wieder Rückgriffe auf Unterpunkte von Unterpunkten bereits Wiederholtens!
Und das fummel mal auseinander! : - )

Gruss,
BB


31012 Re: heilig? - Kuddel 12. Juni 2010 23:31:52

Lieber BB

ich freue mich, dass Du mir geantwortet hast.
Leider fühle ich mich unverstanden, in dem ich versuchte zu unterscheiden zwischen dem was die biblische Offenbarung offenbart und dem was uns die Schauungen offenbaren.
Die biblischen Offenbarungen offenbaren meines Glaubens nach einen überweltlichen Zusammenhang, während uns
die Quintessenz der Schauungen einen weltlichen Zusammenhang offenbaren wollen.
Bei beiden verbleibt wenig brauchbares, weshalb wir immer wieder an die Decken gehen vor Ungeduld
Im Folgenden versuche ich eingerückt zu antworten.

>Hallo,Kuddel!
>Als Anhang des Neuen Testamentes ist dieser Text
>doch nur rein zufällig hinzugefügt worden.

Wenn ich Bibel meine, meine ich auch sehr viele andere Weisheitschriften aus der Überlieferung (Mischna und so)
Diese Texte dürften eine hundert-mal-so-dicke Bibel ergeben.Sie stehen teilweise noch unübersetzt in langen Bücherregalen. Die Offenbarung des Johannes offenbart eigentlich nicht viel Neues, dem Kenner des Hebräischen
und der Thora sind die Komponenten geläufig. Es wird immer wieder in den Schriften versucht zu erklären, wie alles zusammenhängt.


>Und zwar auch nur deswegen, weil Diejenigen, die darüber zu befinden hatten,
>irrig der Meinung waren, "Johannes"? - das kann ja wohl nur
>der Lieblingsjünger Jesu sein, - oder??

Leider gelangt Bibelwissenschaft oft auf die historische Schiene, oder man streitet darüber, wer was geschrieben hat. Ich finde das total traurig. Deshalb meine Begeisterung für die Schriften Weinrebs und seiner Lehrer.
Die machen sich die Mühe genau hinzuschauen, was da Inhaltlich steht. Es geht nicht um Autoren oder Verfassungsdaten, sondern um das, was drin ist im Packet.


>Wieso nun deswegen der Text (oder das Buch, in dem er abgedruckt ist)
>insgesamt "heilig" sein soll, erschliesst sich mir nicht recht.

Vielleicht hast Du mein Eingangsposting nur überflogen.
Heilig kommt von Heil, also nicht kaputt.
Unser weltlicher Körper wird kaputt gehen und Du wirst Dich in einem neuen, anderen, geistigen Körper wiederfinden.
wenn Du jetzt ein Bein verlierst, wird es nach dem Tod im neuen Körper wieder dransein.
wenn Du jetzt nur die Gegenwart erkennen kannst, dann wirst Du im neuen Körper Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft im Zusammenhang erkennen. Man wird erkennen, dass alles, was man erlebt hat, im Endeffekt zu was gut war.
Das meine ich mit Heil und heilig.


>"heilig" ist mir (!) jedenfalls nicht ein Buch (!), in dem sich vor allem
>die dort abgedruckte angebliche Geschichte eines Volkes befindet,
>das seinen Stammesgott Jehowa verehrt.

Mir ist auch kein Buch heilig, die vergehen alle. Die Idee daraus, der Geist also, der ist ewig.
Mit Hacke und Schaufel versucht man die Geschichte der Israeliten zu ergründen.
Das ist traurig, weil die armen Leute mit diesen Werkzeugen nicht den Geist entdecken können, von dem uns die
angebliche Geschichte (wie Du meines Glaubens nach richtig schreibst) des Volkes Israel erzählen möchte.
Die Geschichte Israels ist, wie uns die alten Schriften darlegen, hochbrisant und aktuell, weil sie jederzeit in uns stattfindet.

>Wie Du siehst, ist das alles doch ziemliche Ansichtssache.

Na klar

>Und daher kaum diskussionsfähig.

Das ist allerdings generell bei unserem Thema das große Problem.

Gruss,
BB

Gruß zurück




31013 findet in mir statt? - BBouvier 13. Juni 2010 00:07:37

> Die Geschichte Israels ist, wie uns die alten Schriften darlegen,
> hochbrisant und aktuell, weil sie jederzeit in uns stattfindet.

Hallo, Kuddel!

Nichts für ungut, ja? : - )
=>
Aber in mir findet die Geschichte Israels ganz
bestimmt nicht statt.
Und auch nicht die der Etrusker, der Azteken, der Vandalen,
der Kurden, der Kosowo-Albaner oder sonstwem.

Gruss,
BB


31015 Re: findet in mir statt? - Kuddel 13. Juni 2010 00:23:59

>Aber in mir findet die Geschichte Israels ganz
>bestimmt nicht statt.
>Und auch nicht die der Etrusker, der Azteken, der Vandalen,
>der Kurden, der Kosowo-Albaner oder sonstwem.


Doch, es müsste allerdings bei Dir ausnahmsweise die Geschichte der Vandalen sein.
:-))



31019 touchée! - detlef 13. Juni 2010 17:00:38

>>Aber in mir findet die Geschichte Israels ganz
>>bestimmt nicht statt.
>>Und auch nicht die der Etrusker, der Azteken, der Vandalen,
>>der Kurden, der Kosowo-Albaner oder sonstwem.
>
>Doch, es müsste allerdings bei Dir ausnahmsweise die Geschichte der Vandalen sein.
>:-))


touchée! eins zu null fuer kuddel!

leute, ich moechte euch bitten, mal darueber nachzudenken, was dies thema bringen soll.
bitte rutscht nicht in religioese debatten ab. (die sind nicht zweck dieses forums)

danke,detlef


31026 War nicht ernst gemeint- Ich schätze BB äußerst. (n/t) - Kuddel 13. Juni 2010 21:40:11



31009 Re: Fortsetzung wegen Fehlklick - Kuddel 12. Juni 2010 13:27:46

Da nun die Bilder der Bibel in dieser und den anderen Welten vorkommen und jeweils unterschiedliche Bedeutung haben,
kommt es immer wieder vor das Einzelbilder aus der Offenbarung auch hier auf der Weltbühne erscheinen.
Immer wieder wird versucht die Offenbarung mit Bildern dieser Welt in einen kausalen Zusammenhang zu stellen.
Einzig richtig ist jedoch die Bilder der Offenbarung untereinander in einen kausalen Zusammenhang zu stellen.
Das führt wesentlich weiter, wenngleich auch auf sich allein gestellt nicht zum Ziel, welches ja paradoxerweise schon im Weg enthalten ist.
Außerdem ist es mit lebenslanger Arbeit verbunden, die mancher scheut, der sich mal so denkt...

Heute mit etwas bissigen Grüßen
Kuddel


31010 Weltende? - detlef 12. Juni 2010 17:43:58

>Da nun die Bilder der Bibel in dieser und den anderen Welten vorkommen und jeweils unterschiedliche Bedeutung haben,
>kommt es immer wieder vor das Einzelbilder aus der Offenbarung auch hier auf der Weltbühne erscheinen.
>Immer wieder wird versucht die Offenbarung mit Bildern dieser Welt in einen kausalen Zusammenhang zu stellen.
>Einzig richtig ist jedoch die Bilder der Offenbarung untereinander in einen kausalen Zusammenhang zu stellen.
>Das führt wesentlich weiter, wenngleich auch auf sich allein gestellt nicht zum Ziel, welches ja paradoxerweise schon im Weg enthalten ist.
>Außerdem ist es mit lebenslanger Arbeit verbunden, die mancher scheut, der sich mal so denkt...
>Heute mit etwas bissigen Grüßen
>Kuddel


moin,

auf deine argumentation bezueglich verschiedener welten will ich nicht eingehen (diese themen sin nicht so ganz meine hausnummer)

aber wenn wir schon auf die offenbarung als schau oder prophezeiung eingehen:
wenn ich nicht grundsaetlich etwas falsch verstanden habe, gilt die offenbarung doch als schilderung des zukuenftigen weltendes, oder?

womit sich fuer mich ein problem aufwirft.
wenn ITOma die beschreibung des weltendes fuer die erwarteten ereignisse heranzieht, wo bleiben dann ihre eigenen schauungen?
die beschreibung Neu-Hannovers als kuestenstadt z.b. will mir eindeutig post-katastrophisch erscheinen.
aber, wenn die katastrophe mit dem biblischen weltende gleichzusetzen sein sollte, gibt es (auf dieser welt) nichts post-katastrophisches mehr.

gruss,detlef


31014 Re: Weltende? - Kuddel 13. Juni 2010 00:15:07

Hallo Detlef


>aber wenn wir schon auf die offenbarung als schau oder prophezeiung eingehen:
>wenn ich nicht grundsaetlich etwas falsch verstanden habe, gilt die offenbarung doch als schilderung des zukuenftigen weltendes, oder?


Ja und Nein

Nein, dafür (Ende dieser Welt)braucht man nicht viele Worte, das geht in einem Satz:
Vielleicht so:
Die Sonne wird eines Tage explodieren und die Welt wird verrauchen. Punkt und fertig. Mehr braucht es nicht.

Ja, weil die Offenbarung Dein persönliches Weltenende beschreibt. An diesem Tag wirst Du Alles-was-ist nicht mehr mit körperlichen Sinnen wahrnehmen, weil die abgeschaltet sind. Dein sechster Sinn, Deine Schauungen verweisen jetzt schon darauf, das es innere Sinne gibt.Mit denen nimmst Du dann ausschließlich wahr. Habe ich glaube ich schon selber so erlebt.
Die Offenbarung der Bibel versucht das kaum Mögliche, sie versucht darzustellen, was hinter den Kulissen unserer
fünf Sinne permanet abgeht. Wir sind aber nur daran gewöhnt mit unserem Grips zu verstehen. Unser Grips kommt aber aus der Wahrnehmung der Sinne.
Deine Schauungen sind jedoch nur ein sehr kleiner Ausschnitt, eine kleine Mitteilung aus einer geistigen Welt.
Wir nehmen hier auf der Erde immer nur alles hintereinander wahr.
Vom Standpunkt einer anderen Dimension, einer anderen Welt aus, ist das, was wir hier nacheinander wahrnehmen schon als Ganzes fertig zu sehen. Manche beschreiben das mit dem Blick auf eine Filmrolle, auf der man viele Einzelbilder miteinander wahrnehmen kann, welche die Kinobesucher aber nacheinander sehen.
Deine Schauungen sind Mitteilungen vom Standort der Filmrolle aus.Einem jenseitigen, oder überzeitlichen, oder überdimensionalen Standpunkt aus.

Die Offenbarungen der Bibel sind Mitteilungen von anderen jenseitigem Standpunkten aus.
Die Offenbarung des Johannes ist eine Offenbarung und die des Volkes Israel beim Auszug aus Ägypten ist eine andere Offenbarung. Die ganze Bibel ist eine einzige Offenbarung.
Diese Standorte entsprechen unterschiedlichen Wahrnehmungstiefen und nutzen jeweils andere Übertragungsbilder und Zahlenwerte.
Als Geschichtsbuch oder Zukunftsschilderung ist die Bibel völlig unbrauchbar.


Gruß
Kuddel




31020 Re: Weltende? - detlef 13. Juni 2010 17:04:58


>Als Geschichtsbuch oder Zukunftsschilderung ist die Bibel völlig unbrauchbar.


moin,

in dem falle brauchen wir uns dann also nicht mehr HIER mit ihr beschaeftigen.
denn die, wie du es nennst, "zukunftsschilderung" ist genau das, was wir hier als hauptthema haben.


gruss,detlef


31025 Re: Weltende? - Kuddel 13. Juni 2010 21:38:33

Jaaaaaa

So meinte ich das.
Als Zukunfsforscher darf man die Offenbarung beruhigt bei Seite (in die Tonne)legen.
Es entgeht einem nichts.

Ich konnte mir nur nicht verkneifen auf das Wunderbare darin zu verweisen.




Schreib einen TextThemenForumNeue Beiträgezum Archiv