Re: kommentar in eigener sache


Zukunftsforum


Geschrieben von detlef am 29. März 2011 02:50:38:

Als Antwort auf: Re: kommentar in eigener sache geschrieben von Rumpelstielzchen am 27. März 2011 01:37:00:

moin,


>>ich persoenlich denke, wir sollten lieber zwei schauungen zuviel als moeglicherweise echt zulassen, als eine zu wenig.
>Mit dem "Zulassen" hatte ich schon immer meine Probleme.
>Es erinnert mich an die kath. Kirche, die unter Hironimus die halbe Bibel inne Tonne getreten hat, weil sie nicht ins "Parteiprogramm" passte.
>Danach brannte auch noch rein zufällig die Bibliothek in Alexandria ab, in der sich die Quellen befanden. ...

stimmt. hier habe ich mich schon zu sehr von der andernorts ueblichen mode, material in zugelassen oder abgetonnt zu unterteilen anstecken lassen.


>>kurz: wer hier unnoetig politik und religion reinschleppt, kriegt was auf den deckel.
>Wobei aber die Betonung auf "unnötig" liegen sollte!
>Was unser Bundesmoppelchen so treibt wäre ebenso unnötig wie ein Missonierungsversuch zu einem bestimmten Spagettimonster.
>Nötige Betrachtungen oder Derartiges (Angerer.pdf) scheint mir jedoch wichtig und damit "diskussionswürdig" zu sein.

noetiges? - willkommen im fluch jeder forschung! was ist noetig, was nicht?
ich persoenlich halte die beschaeftigung mit der aktuellen politik fuer (in bezug auf schauungen) vollkommen unnoetig. einfach, weil ich der ueberzeugung bin, dass die politik der gruenen rot(h) mit ihrem tuerkischen oezi in ihren auswirkungen kaum anders sein koennte, als die der heissgeliebten trulla mit ihrem schwester.
die folgen sind die selben. ich bin eindeutig dafuer, dass wir uns nicht mit unwichtigen details verzetteln.

und was den Angerer angeht, den du da eingestellt hast - eine hervorragende predigt! wenn auch einen tick zu langatmig.
was er aber nicht bietet, ist eine brauchbare zusammenstellung von schauungen.
ihm muss ich den gleichen vorwurf machen, den ich auch taurec mache: das ziel ist vorgegeben, also werden nur passende schauungen/schauungsfragmente benutzt, um das ziel zu "belegen".
die ganzen 340 seiten dieses .pdf triefen nur so von parteilich zielgerichteten interpretationen.
als beitrag zu einer moeglichst objektiven diskussion ist der also mit aeusserster vorsicht zu geniessen.
(auch wenn ich bei der lektuere ein oder zwei interessante aspekte entdeckt zu haben glaube, die es wert sein koennten, gegengeprueft zu werden)

rein persoenlich stoert mich sein grundlegender ansatz: glauben, beten - mehr ist nicht noetig. (womit schauungen dann nicht noetig sind)
ich bin dagegen immer noch der ueberzeugung, dass es keine schauungen geben wuerde, wenn sie keinen "zweck" haetten.
und da ich mir keinen gott vorstellen kann, dem eine "bekehrung" aus angst genau so wertvoll sein soll, wie eine aus ueberzeugung/glaube, gehe ich davon aus, dass schauungen warnungen sind, die zu konkretem handeln, zu konkreter vorbereitung, im materiellen fuehren sollen.

gruss,detlef



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